Schicht im Schacht: Ein gigantisches Wochenende ist vorbei

An diesem Wochenende fand das lang ersehnte Project-Event 2016 statt: Glück Auf hieß es von Freitag bis Sonntag auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen. Getreu dem Motto Geocaching zwischen Kohle und Stahl erfreuten sich Jung und Alt an einem einzigartigen Event auf einem großartigen Event-Gelände. Sogar das Wetter, das ja immer einem Russisch Roulette gleicht, zeigte sich von seiner besten Seite.

Zeche Zollverein

Doch beginnen wir am Freitag: Schon das Meet & Greet machte Lust auf mehr. Die Wartezeiten für die Registrierung betrugen, als wir uns anstellten, etwas mehr als eine Stunde. Für ein Giga-Event dieser Größenordnung ist das durchaus noch in Ordnung. Mehr als arbeiten können die fleißigen Helfer und Orga-Mitglieder ja nun auch nicht. Und die Anzahl an Kassen war – unserer Ansicht nach – angemessen. Wer nur Tickets und keine Extra-Goodies bestellt hatte, sparte sich einige Wartezeit und konnte sich separat anstellen. Insgesamt hatte die Orga offenbar eine funktionierende Lösung gefunden, was nicht immer der Fall ist.

Das Gelände der Zeche Zollverein ist – gelinde ausgedrückt – etwas weitläufig. Das hat Vorteile, natürlich aber auch Nachteile. Von der Registrierung bis zum Areal des Meet & Greet durfte man sich durchaus gut die Füße vertreten.

Angekommen fand man aber eine tolle Location vor, die mit Tischen und Bänken gut ausgestattet war. In direkter Umgebung fanden sich Essen und Getränke sowie Toiletten. Die Preisgestaltung war für ein Event dieser Größe völlig in Ordnung – die Möglichkeit, eigene Getränke und Essen mitzubringen, war für uns persönlich dennoch ein deutlicher Pluspunkt – gerade bei den doch recht warmen Temperaturen.

Ein absolutes Highlight war das Logbuch des vorabendlichen Events: Mit Hilfe von Stechuhren stempelte man sich mit seinen Schichtkarten ein und heftete seine Schichtkarte daraufhin an die Logbuch-Wand. Eine wirklich grandiose Idee! Wir denken, viele Geocacher hatten damit durchaus ihren Spaß :-)

Ansonsten lässt sich sagen, dass die Musik in Ordnung, aber nicht grandios war. An dieser Stelle muss man aber deutlich erwähnen, dass die erste Band, die auftrat und Cover-Songs spielte, für eine eigentlich geplante Band eingesprungen war, die aufgrund von Krankheit leider kurzfristig absagen musste. Man kann ja nicht alles haben – aber die Band sorgte somit dafür, dass man den eigentlichen Sinn des Abends nicht aus den Augen verlor: Freunde treffen, neue Freunde kennenlernen und gemütlich eine Runde quatschen :-)

Eine tolle Idee war zudem die Bingo-Karte, die man in seinen Event-Bags fand. Geocacher zu treffen, die weniger als 20 Caches gefunden, schon einen Lackey getroffen oder selbst einen Geocache mit mehr als 100 Favoritenpunkten gelegt haben, kann durchaus eine Herausforderung sein. Aber eins ist garantiert: Man lernt neue Leute kennen.

Am Samstag hieß es dann Schicht. Wir wussten ja, dass nicht viele Parkplätze zur Verfügung stehen würden. Dennoch reisten wir mit dem Auto an, da es durch das Mitnehmen unseres gesamten Hausstandes nicht anders machen ließ (wer ein Baby oder Kleinkind hat, weiß vermutlich, wovon wir reden). Natürlich hatten wir vorher einen Parkplatz am Gelände gesucht. Leider fehlten Hinweise von Helfern – selbst, als sich eine riesige Schlange bildete, kam kein Hinweis, dass die Straße am Ende gesperrt ist. Wir fanden aber außerhalb des Geländes, unweit des Eingangs, einen guten Parkplatz.

Aber schon, als wir die Zeche Zollverein betraten, wussten wir, was Giga eigentlich bedeutet. Es war wirklich voll. Wirklich wirklich voll. Irgendwie zog sich das leider durch unser gesamtes Event-Erlebnis. Egal, wo wir hinkamen, es war wirklich wirklich voll. Egal, ob wir etwas fotografieren wollten, uns die Coin-Ausstellung anschauen, etwas essen oder einfach über das Gelände schlendern wollten: ja, ihr könnt es euch denken. Dabei dachten wir eigentlich, dass sich das alles auf dem weitläufigen Gelände verlaufen würde. Das fanden wir wirklich schade, wobei man bei einem Giga-Event natürlich nichts anderes erwarten darf. Unser persönlicher Geschmack ist es aber nicht und vermutlich werden wir auch nicht wieder ein Giga-Event besuchen. Wir bleiben dann doch bei maximal Mega-Events.

Dennoch hatten wir durchaus Spaß: Alleine die vielen netten Leute, die wir wiedertreffen oder endlich mal live erleben durften, waren es schon Wert. In diesem Sinne viele Grüße an Familie Schneider :-) Wir hatten zudem ein tolles Gespräch mit Reviewerin Hans-Grete aus Hannover, das uns einige Dinge mit anderen Augen betrachten lässt. Habt ihr übrigens die Wunschliste am Reviewer-Stand gesehen? Eine tolle Idee, wenn die Liste wirklich Beachtung findet. Auch das Logbuch war wirklich gelungen und eine handwerklich großartig umgesetzte Arbeit!

Man muss aber – unabhängig von unserem persönlichen Geschmack – sagen, dass sich die Orga nicht hat lumpen lassen. So standen den Besuchern viele Workshops, Vorführungen und Vorträge zur Verfügung. Der Besuch von Bernhard Hoecker war wohl eines der Highlights ebenso wie das Spieleprogramm, mit dessen Teilnahme man an der Schichtplan-Verlosung teilnehmen konnte. Wer mit Kind und Kegel unterwegs war, sorgte mit Kinderschminken, der Hüpfburg oder diversen Aktivitäten für Spaß bei den Kleinsten. Für Stimmung sorgten am Abend die Dosenfischer sowie die Ärzte-Cover-Band Alex im Westerland. Und für die echten Geocacher unter euch: Für jedes der drei Events am Wochenende gab es 10 Labcaches zu lösen.

Was ist nun unser Fazit? Wir haben den größten Respekt vor der wortwörtlich gigantischen Leistung der Orga. Was diese 17 Personen (+1 Grubenameise) auf die Beine gestellt haben, ist wirklich toll. Das Motto des diesjährigen Project-Events zog sich durch sämtliche Bereiche und fand sich überall wieder. Mit viel Abwechslung und einem tollen Rahmenprogramm wusste die Orga zu unterhalten. Und das auf einem Gelände, das einem Giga-Event würdig ist.

Wir kommen auf jeden Fall wieder und erkunden die Zeche Zollverein in aller Ruhe. Nämlich dann, wenn kein Giga-Event stattfindet ;-) Wir würden uns aber über ein weiteres Event der Orga freuen, dann vielleicht ein Mega? :-)

Happy Caching!
Jenny & Christian

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14 Antworten auf Schicht im Schacht: Ein gigantisches Wochenende ist vorbei

  1. Reiner sagt:

    Auch wir haben uns gefreut euch endlich persönlich kennengelernt zu haben und sagen ganz lieben Dank für den coolen Pin …. so ganz ohne Gewinnspiel ;-) Ganz liebe Grüße schickt Familie Schneider :-D Reiner & Ruth

  2. Pingback: Schicht im Schacht: Ein gigantisches Wochenende ist vorbei | Weatherman68

  3. Rolf sagt:

    So war es.

    Leider gab es aber negative Dinge, welche uns den Spaß verdarben.
    * Hunde erlaubt, aber nirgendwo Wasser für die Vierbeiner.
    * Stände wurden anders aufgebaut als geplant, schlecht für die Fragen des Lab-Caches.
    * Telekom war technisch bedingt ausgefallen, aber alle WiFi’s blieben verschlüsselt.

    Dennoch, danke an die Orga!

    ItsMe57

    • Capsai sagt:

      Na das die Telekom großräumige Probleme hatte, da kann doch die Zeche nichts dafür. Vodafone ging genau so nicht auf dem Gelände. Okay, dann halt kein mobiles Internet, muss halt auch mal ne Weile gehen.

      Was ich aber blöd fand, dass das Ticket für den ÖPNV nur Samstags gültig war. Das war für die Fahrten zum Meet & Greet und Goodbye-Event sicher noch mal ne nette Extraeinnahme für die Verkehrsbetriebe.

  4. Hallo, vielen Dank für den giga-ntischen Artikel und die Bilder. Leider konnten wir nicht am Vorabendevent dabei sein, das „Logbuch“ hätten wir gerne mitgemacht. Trotzdem hatten wir beim Hauptevent eine Menge Spaß und eine kurzweilige Zeit auf der Zeche. Vielleicht habt ihr Lust in unseren Bericht vom Glück Auf in Essen reinschauen: http://www.cachentravel.de/giga-event-glueck-auf-2016/

    Bis bald im Wald und Grüße aus Frankfurt
    Ronny

  5. marcshake sagt:

    War super! Ich kann über das ganze Event eigentlich auch nur positives sagen. (Was ich hier ja auch gemacht hab) ;)

    http://www.trancefish.de/blog/show/geocaching/Giga-Event+GlueckAuf+in+Essen/

    Euren Beitrag fand ich klasse.

  6. Pingback: Project Glück Auf 2016 - Medienecho - GeocachingBW

  7. Rolf sagt:

    @Capsai, natürlich kann das Orga-Team nichts fur den Ausfall des Mobilfunknetzes.
    ABER: Alle WiFi’s waren geschützt, wir sind spontan dort hingefahren und hatten keine Möglichkeit irgendwelche Döschen zu suchen, da unser Garmin nicht gefüllt war.

    • Capsai sagt:

      In Zeiten von (noch) Störerhaftung in Deutschland würde ich mein W-LAN auch nicht öffnen für 5.000 fremde Menschen…

      Will jetzt nicht frech werden, aber Pocket Queries kennst du?

      • Rolf sagt:

        Klar. Lesen kannst Du?
        Spontan heißt spontan. Ohne Vorbereitung.
        Warum auch, geht ja auch Online.
        Wir verrennen uns hier.

  8. Wir fanden die Location auch so super! Und die Arbeit des Orga-Teams war richtig gut. Die haben sich wirklich alle Mühe gegeben, so etwas in der Größe musst du erstmal planen und durchführen….
    Schöner Bericht, und euer Fazit lautet wie unseres: wir kommen nochmal wieder.
    Liebe Grüße aus dem Hunsrück
    Anita und Claudia

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